Smaller Default Larger

Berlinale

2x Indonesien auf der Berlinale 2019

 

 Aruna & Lidahnya | Aruna & Her Palate, Indonesien 2018, Regisseur: Edwin, Beschreibung: Dian Sastrowardoyo, Hannah Al Rashid, Nicholas Saputra, Oka Antara, Berlinale Sektion: Culinary Cinema; Bildquelle: © CJ Entertainment, Palari Films

 

 

(InMaOn / JH) Bei der 69ten Auflage der Berlinale – 07 bis 17. Februar 2019 – wird es auch wieder indonesisches Kino geben, präsentiert in den Sektionen »Culinary Cinema» und »NATIVe–Indigenous Cinema«. Das Publikum kann sich auf zwei Filme freuen – den Langfilm Aruna & Lidahnya von Edwin und den Kurzfilm Memoria von Kamila Andini.

 

 

Der neue Film Aruna & Lidahnya [Aruna & Her Palate] baisert auf einem Roman der preisgekrönten Autorin Laksmi Pamuntjak. Der läuft als Europa Premiere im Berlinale Programm, in der Sektion Culinary Cinema. Edwin ist bereits zum vierten Mal Gast der Berlinale.

 

Synopsis

 

»Warum soll ich auf die große Liebe warten, um dieses köstliche Gericht zu essen?«, fragt sich Aruna und schlürft genüsslich eine Bowl indonesischer Ochsenschwanzsuppe.

 

Aruna arbeitet als Seuchenbekämpferin und soll Fälle von Vogelgrippe auf verschiedenen Inseln Indonesiens untersuchen. Ihre Freundin und deren Freund, ein Koch, begleiten sie und hoffen, Arbeit mit Vergnügen zu verbinden. In Surabaya stößt ein Exkollege Arunas, für den sie insgeheim schwärmt, überraschend zu dem Trio. Was passt zusammen? Was ergibt Spannung? Was braucht Zeit? Wann ist Schluss mit der Geduld? Zentrale Fragen eines Films, der sich um Liebe, Arbeit und Essen dreht.

 

 

Aruna & Lidahnya | Aruna & Her Palate, Indonesien 2018, Regisseur: Edwin, Beschreibung: Dian Sastrowardoyo, Berlinale Sektion: Culinary Cinema; Bildquelle: © CJ Entertainment, Palari Films

 

 

 

Edwin; Quelle: Berlinale / Edwin

 

Über | Edwin

 

Geboren 1980 in Surabaya, Ost-Java, Indonesien. Er studierte zunächst Grafikdesign an der University of Kristen Petra in Surabaya und Film am Jakarta Institute of Art, das er 2005 verließ. Sein Kurzfilm Kara, anak sebatang pohon (Kara, the Daughter of a Tree) war der erste indonesische Kurzfillm, der in der Sektion Director´s Fornight auf dem Cannes International Filmfestival 2005 gezeigt wurde. 2009 war er mit seinem Kurzfilm Trip to the Wound Gast der Berlinale. Im selben Jahr gab es sein Spielfilmdebüt mit Babi buta yang ingin terbang (Blind Pig Who Wants to Fly), der auf dem internationalen Filmfestival in Rotterdam mit dem Fipresci Award ausgezeichnet wurde. Sein zweiter Spielfilm Kebun Binatang (Postcards from the Zoo) hatte 2012 Premiere im Wettbewerb der Berlinale. 2016 war Edwin Teil des Expanded Forum der Berlinale mit dem Vortrag Rotting Away Behind Locked Doors, ein dokumentarisches Filmprojekt. Mit dem Drama Posesif gewann er in der Kategorie »Best Director« auf dem Film Festival Indonesia 2017 (FFI).

  

Aruna & Lidahnya | Aruna & Her Palate

 

von Edwin, Indonesien 2018, 106 Min., Indonesisch mit englischen Untertiteln;

mit Dian Sastrowardoyo, Oka Antara, Hannah Al Rashid, Nicholas Saputra

 

Termine | in der Berlinale Sektion Culinary Cinema

 

Mo 11.02. | 19:30 [Diese Veranstaltung ist im Onlineverkauf bereits ausverkauft!]

Ort: Gropius Bau Cinema, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin

Anschließend Menü von The Duc Ngo 

 

Di 12.02.19 | 13:00 Uhr

Ort: Cubix 8, Rathausstraße 1, 10178 Berlin

 


Kamila Andini´s Memoria in der Berlinale-Sektion NATIVe

 

2019 zeigt NATIVe – A Journey into Indigenous Cinema 16 lange und kurze Spiel- und Dokumentarfilme aus der Pazifikregion. »Die Bandbreite an Geschichten und die unterschiedlichen Bildsprachen, die die Berlinale insbesondere auch mit dem NATIVe-Programm Jahr für Jahr präsentiert, sind in einer internationalen Filmwelt unentbehrlich. Wir wollen die eigenen Geschichten der indigenen Filmemacher*innen sehen, nicht Filme, die über sie gemacht werden«, kommentiert Festivaldirektor Dieter Kosslick.

 

Dass willensstarke Frauen der rote Faden im NATIVe-Programm sind, bestätigen die NATIVe-Co-Kuratorinnen Maryanne Redpath und Anna Kalbhenn: »Dennoch zeigen die Filme, häufig vor trügerisch paradiesischer Inselkulisse, auch deutlich eine Halt- und Orientierungslosigkeit. Verantwortlich dafür sind oft jüngere, weniger diskutierte kolonialistische Praktiken, Arbeitsmigration und durch Umweltveränderungen erforderliche Anpassungen der Lebenssituation. Gerade die männlichen Protagonisten der Filme kennzeichnet oft eine große Zerrissenheit.«

 

Im NATIVe-Programm läuft der zweite indonesische Berlinale-Film, Memoria, von Kamila Andini. Nach 2012 The Mirror Never Lies und 2018 Sekala Niskala (The Seen and Unseen) zeigt Andini diesmal einen Kurzfilm.

 

Memoria; Indonesien 2016; Regisseurin: Kamila Andini, Beschreibung: Maria Fatima Sara dos Reis Afonso, Sektion NATIVe; Bildquelle: ©Treewater Production

Synopsis

 

Flora ahnt, dass ihre Mutter sexuelle Gewalt erfahren hat. Die vergangenen Geschehnisse belasten die Beziehung der beiden. Als Flora heiraten will, muss Maria sich ihrer Tochter gegenüber öffnen. Eine Geschichte von einer Mutter und ihrer Tochter, die versuchen einen wirklichen Sinn von Freiheit zu finden.

 

Flora works in a shop. She meets a boy and seeks the normality of teenage love. Her mother Maria is married to an abusive husband; she harbours a secret about her past that she can only talk about with a group of women confidantes. Whenever they are out working the land or happen to meet at the market, these women share their traumatic experiences of sexual violence suffered at the hands of Indonesian soldiers. Integrating the real accounts of rape survivors, Memoria recounts the effects of the Indonesian army’s invasion of East Timor

 

Über | Kamila Andini

 

Geboren 1986 in Jakarta, Indonesien. Sie studierte Soziologie und Medienkunst an der Deakin University in Melbourne. In ihren Filmen befasst sie sich mit soziokulturellen Themen, Geschlechtergleichberechtigung und Umweltfragen. Mit ihrem Regiedebüt The Mirror Never Lies über ein Volk indonesischer Seenomaden war sie 2012 zu Gast in der Berlinale-Sektion »Generation«. Ihre beiden Kurzfilme Following Diana und Memoria befassten sich mit Frauenthemen in Jakarta und Osttimor. Sekala Niskala ist ihr zweiter abendfüllender Spielfilm, der 2017 beim Toronto International Film Festival in der Kategorie »Platform« uraufgeführt wurde.

 

Filmografie: 2011 The Mirror Never Lies; Generation 2015 Following Diana; Kurzfilm 2016 Memoria; Kurzfilm 2017 Sekala Niskala (The Seen and Unseen)

 

Lesen Sie hier auch einen Beitrag über Kamila Andini und ihren Auftritt auf der Berlinale 2018

 

 

Kamila Andini 2018; Bildquelle: ©Jörg Huhmann

 

Memoria

 

von Kamila Andini, Indonesien 2016, 35 Min., Indonesisch mit englischen Untertiteln; mit Maria Fatima Sara dos Reis Afonso, Lucia Naroman Pereira de Oliveira

 

Termine | Der Film Memoria wird in der Berlinale Sektion NATIVe gezeigt, zusammen mit den Kurzfilmen Snow in Paradise, Blackbird, Liliu und Va Tapuia

  

Di 12.02. | 21.45 Uhr CineStar IMAX

Ort: CineStar IMAX, Potsdamer Str. 4, 10785 Berlin

 

Mi 13.02. | 12.00 Uhr Cubix 7

Ort: Cubix 7, Rathausstraße 1, 10178 Berlin

 

Mehr über das Kurzfilmprogramm NATIVe unter short-films-native

 

 

Tickets für die Berlinale gibt es in der Regel 3 Tage im Voraus ab 10 Uhr morgens zu erwerben. Am Tag der Vorstellung gibt es Tickets nur noch online und an der Tageskasse des jeweiligen Kinos. Weitere Hinweise zu Ticketpreisen, Vorverkaufsstellen und sonstige wissenswerte Informationen zur Berlinale entnehmen Sie bitte den Seiten unter Infos-Berlinale-2019

 

 

 

 

 

 

Indonesien Magazin Online

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen