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Film: »Der Lange Marsch gegen den Hungertod«
Donnerstag, 4. April 2019, 07:30pm

Frisch gesammelte Iwi-Knollen. Da keine Plastikhandschuhe getragen werden, greift der giftige Saft die Finger an. Bildquelle: Prof. Martin Baier

 

 

»Der Lange Marsch gegen den Hungertod« ist eine Dokumentation über das mühsame Alltagsleben der Menschen auf der ostindonesischen Insel Sumba. Dabei geht es vor allem um die abgelegenen Gegenden im Hochland der Insel, dort wo die Menschen am stärksten mit den Problemen der Wasserversorgung und der Ernährungssituation zu kämpfen haben.

Wenn die Dürre zuschlägt – von Juli bis Dezember – sind oft die hochgiftigen Iwi-Knollen die einzige Nahrungsquelle, das einzige Mittel gegen den Hungertod. Pfarrer i. R. Dr. Martin Baier aus Hechingen, der die Aufnahmen zeigt, hat erlebt und mit eigenen Augen gesehen, wie die giftigen Wurzeln geerntet, zubereitet und verzehrt werden.  

 

»Um in der Dürreperiode zu überleben, legen die Menschen oft kilometerlange Wegstrecken zurück, um die Iwi-Knollen auszugraben. Die giftigen Knollen müssen aufwändig behandelt werden, bevor sie zum Verzehr geeignet sind. So müssen z.B. die Dorfbewohner aus dem Kreis Hararu (Ost-Sumba) etwa 20 km zum hochgelegenen Bergwald laufen, um dort nach den giftigen Iwi-Knollen zu suchen. Eine Arbeit, die nur ältere, erfahrene Männer und Frauen ausführen können. Die Knollen werden in Plastiksäcken gesammelt, diese zu einem Wasserlauf gebracht, gewässert und mit den Beinen gestampft, damit die Giftstoffe entfernt werden können. Etwa eine Woche dauert der Marsch und die Prozedur, dann hat man für zwei bis drei Tage zu Essen (…).«

Informationen aus einem Bericht von Oberkirchenrat CH. Detha, Waingapu / Sumba; M. Baier, Pfr. r. R. / Hechingen

 

 

Veranstaltungsort: Ev. Gemeindehaus in Rangendingen, Hechinger Str. 10, 72414 Rangendingen in Württemberg

 

 

 

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