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»Prägende Persönlichkeiten für das deutsch-indonesische Verständnis«
Donnerstag, 15. August 2019, 05:00pm

Im Rahmen der Ausstellung »Hello World. Revision einer Sammlung«, gezeigt im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin, 2018, fanden sich auch zahlreiche Objekte / Hinweise aus Literatur, Film etc. mit Blick auf den Künstler und Kulturvermittler Walter Spies;  Quelle: Hello World. Revision einer Sammlung / smb; Foto: Jörg Huhman (JH)

 

 

Aus Anlass des 25. Jubiläums der Städtepartnerschaft Berlin - Jakarta präsentiert die Deutsch-Indonesische Vereinigung Berlin (DIV Berlin e.V.) in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft für Medizin (DIGM e.V.) und dem Center for South-East Asian Art, Passau (Dr. Werner Kraus) die Ausstellung »Prägende Persönlichkeiten für das deutsch-indonesische Verständnis in Kunst und Wissenschaft«.

 

Die Veranstalter laden herzlich zur Eröffnung am 15. August um 17 Uhr im Roten Rathaus in Berlin ein.

 

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung sprechen Vertreter der einladenden Institutionen zu den Einzelthemen:

 

- »500 Jahre Deutsch-Indonesische Medizingeschichte«,

- »Einfluss der Brüder Humboldt auf die deutsche Indonesienforschung« und

- »Begegnungen im Bereich der Kunst«

 

 

Die Ausstellung hat das Ziel, einige Persönlichkeiten aus den Bereichen von Kunst und Wissenschaft herauszustellen, die in den vergangenen Jahrhunderten prägend für die Vermittlung des gegenseitigen Verständnisses zwischen Deutschland und Indonesien waren. Veranstalter ist die Deutsch-Indonesische Vereinigung Berlin e.V. (DIV Berlin) in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft für Medizin (DIGM) und dem Center for South-East Asian Art, Passau (Dr. Werner Kraus), als Partnern.

 

Die Ausstellung gliedert sich in drei Themen-Blöcke:

 

Mediziner:

Unter den Vorreitern der Beschäftigung mit dem heutigen Indonesien in Deutschland waren zahlreiche Mediziner, von denen einige auch starke Bezüge zu Berlin hatten. Für das Vorhaben konnte die Deutsch-indonesischen Gesellschaft für Medizin (DIGM) als Partner gewonnen werden. Mitglieder der DIGM haben ein Buch herausgegeben mit dem Titel: ,,Sie kamen als Ärzte und Forscher - 500 Jahre Deutsch-indonesische Medizingeschichte“.

 

Einfluss der Humboldt-Brüder auf die Indonesien-Forschung:

 

Eine Reihe der in dem genannten Buch vorgestellten Mediziner sind Wegbereiter der Indonesien-Forschung wie Adolf Bastian und Friedrich Wilhelm Junghuhn, der auch als der ,,Humboldt von Java" bezeichnet wurde.

 

Von den Humboldt-Brüdern gingen wichtige Impulse für die wissenschaftliche Begegnung mit Indonesien, aber auch darüber hinaus, aus. Sie selbst waren nie in Indonesien. Wilhelm von Humboldt hat u.a. mit seinem Werk über die Kawi-Sprache Anstöße für die weitere Indonesien-Forschung gegeben. Die Ausstellung versucht nicht zuletzt, die „Vernetzung“ von Wissenschaftlern, Schriftstellern, Entdeckern in der damaligen Zeit mit einigen wenigen Beispielen sichtbar zu machen.

 

 

 

 

Wilhelm von Humboldt (u.a. Staatsrat und Kultusdirektor, Forscher, Wissenschaftler); Lithographie von Franz Krüger, wahrscheinlich vor 1835;  Quelle: Das Werk ist gemeinfrei, die urheberrechtliche Schutzfrist ist abgelaufen.

 

 

 

Kunst:

Prägend für die Kulturvermittlung waren auch Künstler wie Walter Spies und der Raden Saleh, der durch seinen Aufenthalt in Deutschland in seinem künstlerischen Schaffen stark beeinflusst wurde. Einige seiner Werke wurden vor einigen Monaten im Hamburger Bahnhof ausgestellt. Raden Saleh wird - stellvertretend für andere im Rahmen der geschichtlichen Künstlerbegegnungen - in der Ausstellung hervorgeheben.

 

Für die Begegnungen von Künstlern in der Gegenwart geschieht dies durch eine Präsentation des indonesischen Künstlers Teguh Ostenrik, eines Absolventen der Berliner Hochschule der Künste. Ein Skulpturen-Ensemble mit dem Namen ,,Grenzüberwindung" soll in Berlin das Gegenstück zu einer Skulptur sein, die bereits in Jakarta steht .

Zeichnungen präsentiert im Rahmen der Ausstellung »Hello World. Revision einer Sammlung«, im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin, 2018; Carl Christian Vogel von Vogelstein, Der Maler Raden Saleh, 1839, Bleistift auf grauem Papier, 33,7 × 21,2 cm, Ausstellungskopie, Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Siegwald Dahl, Raden Saleh in tu?rkischer Kleidung, 1848, Wasserfarbe und Bleistift auf Papier, 32,5 × 24,4 cm, Ausstellungskopie, Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Conrad l’Allemand, Portrait von Raden Saleh, 1842, Schwarze und weiße Kreide auf Papier, 57,6 × 43,2 cm, Ausstellungskopie, Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Bildquelle: Hello World. Revision einer Sammlung / smb; Foto: Jörg Huhman (JH)  

 

 

Anmeldung | Die Deutsch-Indonesische Vereinigung Berlin (DIV Berlin e.V.) wäre Ihnen dankbar sich für die Teilnahme anzumelden. Bitte eine kurze Email an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Ausstellungsdauer | Die Ausstellung kann noch bis zum 25. August 2019 besucht werden.

 

Die Veranstalter bedanken sich für die freundliche Unterstützung durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei

 

 

Ort: im Roten Rathaus, Rathausstraße 15, 10178 Berlin

 

Indonesien Magazin Online

 

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