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Palmöl-App

Produkte ohne Palmöl – Eine kostenlose App macht eine Auswahl möglich

 

 

Logo | Quelle: SAVE Wildlife Conservation Fund 

 

(InMaOn/JH, SAVE Wildlife) Ist es möglich, im Alltag auf Palmöl zu verzichten? Seit Dezember 2014 gibt es eine EU-Verordnung, nach der Palmöl in Lebensmitteln als solches angegeben werden muss. 

  

Palmöl gilt als vielseitiges Pflanzenöl - sehr günstig, extrem haltbar und durch seine Beschaffenheit gewährleistet es vor allem die Streichfähigkeit von Produkten. Es steckt heute in beinahe jedem zweiten Supermarkt-Produkt, ob in Keksen, Schokocremes, Saucen, der Fertigpizza, in Kosmetika, im Waschpulver oder anderen Industrieprodukten. Nicht zuletzt deswegen ist Palmöl einer der am meisten nachgefragten Rohstoffe der Welt, aber auch eines der Produkte, das besonders starker Kritik ausgesetzt ist. 

 

Die Produktion nimmt stetig zu und sorgt weiterhin für eine dramatische Ausweitung der Ölpalmen-Monokulturen, auf Kosten von Klima und Artenvielfalt. Auch ein Nachhaltigkeitssiegel der Industrie wird eine zunehmende Zerstörung des Regenwalds in Indonesien vermutlich nicht stoppen können. Schon jetzt ist Indonesien das größte Ausfuhrland für Palmöl weltweit. Die letzte Regierung unter Ex-Präsident Yudoyono gab noch das Ziel aus, bis zum Jahre 2020 40 Mio. Tonnen Palmöl produzieren zu wollen. Das ist eine Steigerung gegenüber 2013 (Nationales Statistikamt BPS, fast 27 Mio. Tonnen) um noch einmal fast 50 %. Bereits mehr als 14 Millionen Hektar dieser ökologisch schädlichen Monokulturen sind bereits angelegt worden. Eine Fläche fast doppelt so groß wie noch vor zehn Jahren. Ohne Aufklärung und Sensibilisierung von Verbrauchern wird diese Fläche weiter rasant ansteigen.

 

Mit der Initiative »ZeroPalmöl« stellt die gemeinnützige Stiftung SAVE Wildlife Conservation Fund Verbrauchern seit 2015 eine Datenbank mit palmölfreien Produkten und den entsprechenden Herstellern zur Verfügung. Laut Dr. Maike Gorschlüter vom ZeroPalmöl Team handelt es sich um eine »positiv APP«, die sofort signalisiert welche Produkte palmölfrei sind. Die Produktinformationen basieren auf den Angaben der Hersteller. Wer sich bereits vor dem Einkauf informieren will, welche palmölfreien Alternativen es gibt, kann das jetzt tun. Die Verantwortlichen des Projektes legen außerdem Wert darauf, dass die in der Datenbank erfassten Lebensmittel alle vegetarisch sind.

 

Neben der Möglichkeit die Datenbank direkt über die Homepage abzurufen, gibt es eine iPhone-Version und seit Dezember 2015 auch eine für Android-Geräte, kostenlos zum Herunterladen. Die Bedienbarkeit ist einfach und erklärt sich von selbst. Aktuell enthält die regelmäßig aktualisierte Datenbank 4833 Produkte von insgesamt 211 Herstellern. Die Suche nach palmölfreien Produkten bietet momentan verschiedene Varianten. Während auf der Homepage von ZeroPalmöl nur die Möglichkeit besteht über die Volltextsuche einen bestimmten Produktnamen oder Hersteller einzugeben, ist die Benutzeroberfläche bei der Android-App ein wenig anders aufgebaut. Eine Unterteilung der Suchkriterien lässt sich in Kategorien, Produkte und Hersteller aufteilen, so dass verschiedene Wege der Darstellbarkeit und Suche möglich sind.

 

Mehr Informationen unter http://www.zeropalmoel.de/datenbank

Indonesien Magazin Online

 

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